Olympia oder Karneval?

Nä, war dat schön! Oder nich? – Kein angemessener Kommentar zu der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im russischen Sotschi? Wenn man unsere Olympioniken gesehen hat, passt der Kommentar. Denn mit diesem kunterbunten Clowns-Outfit fallen sie in keinem Rosenmontagszug auf.
Ok, Regenbogenfarben stehen für Offenheit – und sind das erklärte Symbol der Schwulen-und Lesben-Bewegung. Das spricht dafür – und gehört auf den Christophers Street Day. Ich habe nichts gegen die Bewegung, ich finde die Diskriminierung auch schrecklich. Aber das Outfit unserer Mannschaft auch.
Es sind ja nicht nur die Clownsanzüge. Als ich im Interview die Mütze von Maria Höfl-Riesch sah, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Dieses Rosenmuster aus Omas Gobelin-Stickmustervorrat mit Schwarz-Rot-Gold-Streifen in der Mitte? Liebe Designer, ist das Euer Ernst? Seid Ihr denn von allen guten Geistern des Geschmacks verlassen worden?
Ok, es gab andere Nationen, die sich auch nicht gerade mit Chic-Ruhm bekleckert haben. Die Iren sahen aus, als ob sie in den Kampfeinsatz gingen. Die Russen haben die letzten Kleiderkammern des Zaren geplündert und die Amis mit ihren “National Patchwork-Jacken” waren auch grauenhaft anzusehen.
Die Franzosen und Italiener bewiesen Chic. Auch die Ukraine hat mehr Eleganz aufzubieten als die zuvor genannten. In London haben wir uns mokiert, dass die Frauen babyrosa und die Männer babyhellblau trugen. Das sah aber immer noch besser aus, als die Helau-und Allaaf-Kollektion heute.
Vorschlag: Düsseldorf hat gute und bekannte Modeschulen. Wie wäre es denn mit einem Designer-Wettbewerb unten den Nachwuchskünstlern? Ich bin sicher, denen fällt was Besseres ein.
In diesem Sinne, Helau und Alaaf

Autor Claudia Fuhrmann | Veröffentlicht am 11. Februar 2014 at 12:24 | Kategorie: Gesellschaft, Sport | Schlagwörter: Schlagwörter: , ,

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