Grüne Zwangsernährung
– muss das wirklich sein?

Wahlkampf fördert die Kreativität
– auch ohne Aussicht auf Verwirklichung, oder?

Gemüse ist gesund –zweifelsohne. Wir alle sollten mehr Gemüse essen- zweifelsohne. Aber dazu gesetzlich verdonnert werden? Die Grünen, allen voran, Spitzenkandidatin Karin Göring-Eckart will nach der gewonnenen Bundestagswahl einen „Veggie-Day“ – neudeutsch für „Gemüse-Tag“ – in allen deutschen Kantinen einführen. Damit wir Deutschen uns gesünder ernähren und den Fleischkonsum zurückfahren. „Man muss nicht jeden Tag zwei Burger essen“, meinte die Obergrüne laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung dazu. Recht hat sie – zweifelsohne. Aber die Forderung wirft doch ein paar Fragen auf. Fleischkonsum gleich Burger? Wie ist die arme Frau denn nur bisher ernährt worden, wenn Fleisch für sie nur ein Synonym für Hamburger ist? Kein gesundes Rinderfilet auf dem Speiseplan gehabt? Nie Hühnchen oder Schweinefilet? Oder mal eine gesunde Kraftbrühe gegessen?

Klar ist Gemüse gesund – aber brauchen wir dafür ein Gesetz zur grünen Zwangsernährung? Seit Jahr und Tag bieten Kantinen jeden Tag ein vegetarisches Gericht an – und ein gutes reichhaltiges Salatbuffet findet sich auch in den meisten Einrichtungen. Wozu eine solche Bevormundung? Hat Deutschland keine anderen Probleme?

Wie wäre es denn mit einer höheren öffentlichen pekuniären Unterstützung der Kantinenwirte? Berliner Grundschülern werden täglich 2,10 Euro fürs Schulessen zugebilligt. Das stellte die Professorin für Ernährungswissenschaft Ulrike Arens-Azevedo von der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaft in einer Studie über Schulverpflegung fest. Lächerlich wenig, dafür kann kein Mensch gesund und auf hohem Niveau kochen. Das wäre mal eine Baustelle, Frau Göring Eckart. Besser als so eine unsinnige vegetarische Zwangsernährung zu fordern. Was ist denn das nächste? In den Urlaub fliegen wollten uns die Grünen ja schon vor Jahren verbieten. Spritpreise ins Utopische steigen zu lassen – ist vollendet.

Wie wäre es denn mit der Einschränkung Unterwäsche nur noch alle drei Tage statt täglich zu wechseln? Reduziert die Anzahl der Waschladungen enorm.

Den Gebrauch von Toilettenpapier kann man auch zurückfahren. Im Schnitt, so die Statistik dafür –ja, so was haben wir Deutschen –  brauchen wir ‚drei Blatt pro Wisch‘ und ‚drei Wisch pro Sitzung‘. Vielleicht sollten die Volkshochschulen ‚Abkneif-Seminare‘ anbieten?

Aber kommt dann nicht immer bei allen Vorschlägen von  allen Parteien der obligatorische Einwand: ‚ Das geht nicht, das kostet Arbeitsplätze‘?

Versteh einer diese Volksvertreter – manchmal hat man den Eindruck, die haben echt nicht alle Latten am Zaun, oder einfach zu viel Zeit.

Autor Claudia Fuhrmann | Veröffentlicht am 6. August 2013 at 14:12 | Kategorie: Politik | Schlagwörter: Schlagwörter: , , , ,

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